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Mexiko, Teil 2 Der Westen, der Norden und die Baja California

18:58

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Mike und seine Family!

Nach ein paar Tagen Ruhe verlassen wir das heisse Zihuatanejo. Die nächsten 750 Kilometer werden wir immer der Küstenlinie folgen, wir sind gespannt, was uns erwarten wird. Wir  stoppen noch einmal am gleichen Taco Stand, an dem wir auch schon bei unserer Fahrt an die Küste angehalten haben. Die Chefin erkennt uns wieder, freut sich und serviert uns ein leckeres Frühstück a la Mexicana.

 

Ross und Julie

Kaum auf dem Motorrad kommt uns ein voll gepacktes Reisemotorrad entgegen. Winken, anhalten und umdrehen ist fast eins. Ross und Julie, Australier, sind unterwegs mit einer Yamaha Super Tenere. Eben noch in Alaska, wollen sie jetzt schnell runter nach Feuerland… Die beiden schwärmen noch immer von der vor uns liegenden, äusserst kurvigen Küstenstrasse.

Küstenstrasse mit Ausblicken

Nach einer Stunde am Strassenrand in der heissen Sonne setzen wir unsere Wege in entgegen gesetzte Richtungen fort. Bald schon schwingen wir uns munter durch die verschlungene MEX 200, die uns immer wieder mit fantastischen Blicken auf den Pazifik vom fahren „abhält“. Aufpassen müssen wir weniger auf den motorisierten Verkehr, denn der ist so gut wie nicht vorhanden. Aber die pelzigen Taranteln, die es anscheinend auch den Strand zieht, wollen vorsichtig umfahren werden!

Achtung: Wildwechsel ;-)

Kuschlig, pelzig und riesig!

In Manzanillo sehen wir beim Vorbeifahren in einem Motorradladen extrem viele Reifen aufgestapelt herum liegen. Da Heidis Vorderreifen so gut wie am Ende ist, wühlen wir uns durchs Angebot und finden ein passables Modell. Gleich gegenüber zieht ein wortkarger, aber freundlicher älterer Mexikaner den Reifen für 1,30€ auf.

Eine Stunde später rollen wir durch den kleinen Ort La Manzanilla, und stoppen vor Jolandas Restaurant. Diese Adresse haben wir von anderen Reisenden bekommen und bald tauchen Jolanda und Leon auf. Die beiden Holländer waren auch mit ihren beiden Yamaha XT’s auf Weltreise und sind hier hängen geblieben. Direkt an der weiten Bucht mit dem breiten Sandstrand haben sie ein Restaurant aufgemacht und leben seit 8 Jahren hier. Ein paar Kilometer entfernt steht ihr Haus und im Garten haben sie für Reisende drei Bungalows gebaut.

Zu Gast bei Motorradreisenden – Jolanda und Leon

Treffen mit den Boomers!

Einen Ruhetag am Strand legen wir ein, der am Nachmittag vom Sound der beiden 800 BMW von den Boomers unterbrochen wird. Grosses Hallo ist angesagt!!! Das letzte Mal hatten wir uns im Februar in Chile getroffen, jetzt sind sie auf dem Weg nach Panama. Der Abend wird bei guten Essen, Livemusik und vielen Reisegeschichten nicht langweilig.

Typisch für Mexiko: Topes

Schon am nächsten Tag fahren wir beide weiter, da wir uns etwas sputen müssen. Wir wollen einer Einladung folgen, die an einen Termin gebunden ist. Kurz vor Puerto Vallarta hält uns ein Polizist an, wir seien zu schnell gewesen und hätten auch noch bei durchgehender Mittellinie überholt. Er hat ja Recht, aber sagen können wir das natürlich nicht. Und so verstehen wir mal wieder kein Wort Spanisch und auch kein Englisch, wir kommen ja aus Deutschland! Ausserdem waren wir nicht zu schnell beim überholen, denn der alte Pickup war sehr langsam. Nach einigen Minuten lässt er uns fahren, aber bitte langsam, sagt er noch!

Weit haben wir es nicht mehr und schon stehen wir am Tor zur Hacienda Alemana. Mike, der Chef begrüsst uns und zeigt uns unser Zimmer. WOW! So haben wir noch nie gewohnt!! Mike fährt auch leidenschaftlich Motorrad und hat ein Herz für Reisende, so dass er uns vor gut einem Jahr eine E-Mail mit der Einladung schickte. Jetzt stehen wir hier am schönen Pool und freuen uns über das schönste Zimmer unserer Reise. Da die Saison noch nicht begonnen hat, gibt er lieber uns eines seiner Zimmer, als das es leer steht! Unglaublich, oder? Abends essen wir zusammen im Restaurant und bei Bier und Tequila wird der Abend sehr lang und sehr lustig!

Eichsfelder unter sich – Treffen mit Martin aus Heiligenstadt!

Morgens dann ein böses erwachen: nein, keine Kopfschmerzen, Heidi hat hohes Fieber und muss das Bett hüten. Auch Mike leidet an einer ordentlichen Grippe. Wobei, es gibt schlechtere Orte, um sich auszuruhen! Morgens werden wir immer von Mikes Frau Irma mit einem leckeren Frühstück verwöhnt, doch Heidis Fieber hält sich hartnäckig. Die Tage in der schönen Hacienda vergehen wie im Flug, Bernd repariert ein wenig an den Motorrädern und nach fast einer Woche sagen wir Mike, Irma und Tatjana auf wiedersehen. Habt vielen Dank für alles und die super schöne Zeit in eurer Hacienda Alemana! Danke!!!

Tequila – netter Ort, noch besseres Getränk ;-)

Wir verlasssen die Küste und schlagen uns wieder in die Berge. Ist ein Umweg von ca. 200 km, aber dafür kurvig und ohne Verkehr. Einige Stunden und etliche Kurven später biegen wir in Richtung Tequila ab. Tequila??? Genau, denn rund um den Ort mit dem bekannten Namen wachsen überall die Agaven, aus denen der gleichnamige Schnapps gewonnen wird.

In Tequila finden wir kein günstiges Hotel und so haben wir den krassen Gegensatz zur letzten Nacht in der Hacienda Alemana – schlimmer war es selten. Willkommen zurück im wirklichen Mexiko! Allein vom Geruch der vielen Destillen werden wir schon besoffen, praktisch und gratis.

Irgendwo in Mexiko….

Nach dem kurzen Abstecher in die Berge geht’s wieder zur Küste runter. Es läuft gut heute, und so machen wir ordentlich Kilometer. Oben auf 1200 m noch angenehm warm, wird es an der Küste echt sommerlich heiss. 37 Grad zeigt das Thermometer und die langweilige Küstenautobahn bietet auch keine Abwechslung. Warum die Landstrasse gesperrt ist, wissen wir nicht, aber vielleicht finanziert hier die Polizei ihre Weihnachtsfeier mit den Mautgeldern der Autobahn. Also wird mal eben die Landstrasse dichtgemacht…

Es weihnachtet sehr!

Kurz vor Mazatlan übernachten wir in einem Motel. Nachts schlafen wir unruhig, zum einen fahren viele Autos in den Hof oder verlassen ihn wieder und auf der Hauptstrasse donnern die Trucks mit ihren Motorbremsen vorbei.

Unausgeschlafen machen wir uns auf den langen Weg nach Durango. Diese Strecke gilt als DIE Motorradstrecke Mexikos – wir sind gespannt! Und ja, es lohnt sich! Perfekte Kurven und auch der Asphalt ist bestens geeignet, in ordentlichen Schräglagen über den „Teufelsrücken“ zu fahren – das alles noch garniert mit fantastischen Ausblicken ins Tal.

Höchste Brücke der Welt

Wie sehen auch die neue Autobahn, die noch im Bau ist. Ein Bauwerk hat schon von sich reden gemacht – weltweit. Die höchste Brücke der Welt ist hier entstanden, über 400 Meter tief ist die Schlucht, die sie überbrückt. Die alte Strasse schlängelt sich immer oben am Grat der Berge entlang, die neue Autopista verschindet in vielen Tunneln weiter unten im Tal.

Von Null auf über 2800 Meter geht es hoch, unten noch sommerlich warm, ist es oben so kalt, dass wir unsere Softshelljacken unter die Motorradjacken anziehen müssen. Hier oben sieht es aus wie in Kanada oder Alaska, Holzindustrie überall. Kieferwälder rahmen unsere Strasse ein und erst kurz vor Durango ändert sich die Landschaft wieder. Die trockene, steppenartige Hochebene heisst uns willkommen.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei – lecker Aas!

In Durango parken wir unsere KTM’s im Foyer eines Hotels, direkt neben der Kathedrale. Gegenüber ist grad Weihnachtsmarkt, stimmt, heute ist ja der dritte Advent! Leider gibt es keinen Glühwein, auch einen Bratwurststand suchen wir vergebens.

KTM unterm Weihnachtsbaum – so muss das sein!!

Bei strahlenden Sonnenschein und 15 Grad verlassen wir Durango und fahren den ganzen Tag schnurstracks geradeaus. Vorbei an Feldern, Plantagen und durch viel nichts erreichen wir 450 km später Hidalgo del Parral. Lange suchen wir nach einem Hotel, aber anscheinend gibt es hier nur teure Luxushotels. Erst an der Umgehungsstrasse finden wir ein Motel 24, wieder mit eigener Garage und vielen Spiegeln am Bett. ;-)

Endlose Strassen im Norden

Morgens wachen wir fröstelnd auf, im Zimmer sind nur noch 8 Grad, eine Heizung natürlich Fehlanzeige. Na ja, eigentlich sind diese Motels ja auch nur für ein paar heisse Stunden gedacht, und nicht für lange Nächte.

Nach dem Frühstück im OXXO wurde es warm und endlich auch abwechslungsreicher. Wälder, Berge, Felsen und dazu eine kurvige Strasse – und von oben lacht die Sonne vom stahlblauen Himmel – einfach perfekt! Der heute Tag ist definitiv der beste Motorradfahrtag seit langer Zeit, Kurven ohne Ende, kein Verkehr und dazu weht uns der intensive Duft der Kiefern in die Nase. Einfach nur schön. Wir geniessen das unbeschwerte Fahren, geniessen die tolle Landschaft und grüssen die uns entgegenkommenden Autos. Hier oben auf dem dünn besiedelten Plateau grüsst man sich, wie sonst nur in Wüstengebieten.

Wir lieben OXXO!!!

Am späten Nachmittag erreichen wir Creel, den Hauptort am Kupfercanyon. Staubige Strassen, der Wind weht allerlei Gestrüpp durch die Gegend – wie in einem Western. Kein Wunder, dass hier in den Bergen uns Steppen auch unzählige Western gedreht wurden. In Creel finden wir ein Hotel mit Heizung, welch Luxus!! Aber das ist auch bitter nötig, denn morgens zeigt das Thermometer fast 4 Grad minus!!!

Kalt!!

Wir ziehen uns dick an und fahren nach nach San Rafael – von hier aus hat man den besten Blick in den Canyon. Der Kupfercanyon ist viermal grösser als der berühmte Grand Canyon, aber bei weiten nicht so bekannt. Auch wir wussten vorher nichts von seiner Existenz!

Der Kupfer Canyon

Wir fahren wieder zurück, um nach Batopilas, einem Ort ganz unten im Canyon, zu fahren. Obwohl wir gestern schon hier entlang gefahren sind, wird es uns nicht langweileig, kein Wunder bei der Landschaft und der klasse Strasse! Doch 25 Kilometer nach dem Abzweig ist Schluss. Die Strasse ist gesperrt, es wird gebaut. Wir versuchen es noch, aber keine Chance, da kommen wir nicht durch. Im tiefen, lockeren Erdreich fährt es sich beschissen, dazu geht es noch sehr steil bergab, auch die Fahrer der Baustellen LKW winken ab. Die Sturzgefahr ist nicht gering und schweren Herzens drehen wir um – wieder zurück nach Creel.

Die Strasse in den Canyon…

…war leider nicht passierbar. Schade!

Auch beim dritten Mal ist die Strasse noch nicht langweilig und am späten Nachmittag ziehen wir wieder in unser altes Zimmer ein. Die Chefin, eine alte Oma, freut sich auch, uns wieder zu sehen. So sind wir heute über 320 Km gefahren, aber nicht weiter gekommen.

Motorradparadies

Sehr selten passiert es, dass wir zwei Mal an der gleichen Tankstelle tanken, ausser hier in Creel. Trotz der Sonne ist es kalt und auch nach einigen Stunden Fahrt befinden wir uns noch immer auf der Hochebene. Vorbei am höchsten Wasserfall Mexikos, dem 246 m hohen Basaseachi, schlängeln wir uns im grossen Bogen am Kupfer Canyon entlang.

Motorradparadies Teil 2

Die Strecke gleicht of einer natürlichen Achterbahn und irgendwann schrauben wir uns nach unten. Endlich ist es wärmer!! Noch eine Militärkontrolle und auf einer Nebenstrasse erreichen wir die Küstenstrasse. In Ciudad Obregon wollen wir schlafen, fahren auch an einigen (zu teuren) Motels vorbei. Dann wird es schnell dunkel und nichts kommt mehr, war ja klar. Zurück fällt aus, und so fahren wir noch eine gute Stunde durch die Nacht, bis endlich ein Motel gefunden ist.

Im Dunkeln macht das Fahren keinen Spass

Da wir gestern viel mehr Kilometer abgerissen haben, als geplant, ist Los Moschis schon am Mittag erreicht. Hier gibt es die Tickets für die Baja Fähre, im Ticketbüro geht alles fix, es gibt noch freie Plätze, was nicht selbstverständlich ist. Wir gönnen uns den Luxus einer Kabine, da die Fähre über Nacht geht. Nur 20 km von Los Moschis entfernt, in dem kleinen Dorf mit dem wohlklingenden Namen Topolabambo, ist der Fähranleger. Hier ist nichts los, es gibt ausser einem kleinen Kiosk nichts, überhaupt nichts!

Wir fahren noch mal raus in das kleine Dorf, und siehe da, hier gibt es am kleinen Hafen leckere Fischgerichte. Und so stehen schon bald zwei Teller mit fangfrischen Garnelen vor uns – hier in Mexiko ist das natürlich auch noch günstig!

Lecker!!

Von 18 Uhr an warten wir auf die Fähre, die um 21 Uhr anlegen soll. Soll, denn sie taucht erst eine Stunde Später auf und das es mit der Abfahrt um 23 Uhr nichts wird, ist uns bald klar. Unzählige LKW und Anhänger werden entladen, unglaublich, was alles in die Fähre passt! Erst gegen Mitternacht rollen wir auf die Fähre und parken in der 2. Etage, insgesamt gibt es vier Fahrzeugdecks!

Warten und warten und warten…

Schnell in die Kabine, Klamotten loswerden, dass gratis Abendessen „geniessen“, duschen und todmüde in die weichen Kojen fallen. Das Schiff schaukelt uns nur langsam in den Schlaf, der früh um 7 mit einer quäkenden Lautsprecherstimme schon wieder unsanft beendet wird. Zum Frühstück gibt es einen schalen Kaffee und ein krümeliges Plätzchen, aber so ist wohl weltweit auf Fähren.

Eine Stunde später rollen wir von Bord, kommen aber nicht weit. Wir reihen uns in die lange Schlange der wartenden Fahrzeuge ein, denn ALLE werden vom Militär GRÜNDLICHST kontrolliert. So stehen wir drei Stunden in der langen Schlange und müssen am Checkpoint doch tatsächlich Koffer und Säcke auspacken!!! Sehen wir etwa aus wie Drogenschmuggler???

Castor Transporte sind gefährlich!!!!

In La Paz gibt es dann richtiges Frühstück, oder besser, Mittag. Die viel gelobten Fisch Tacos wollen probiert werden, aber, ganz ehrlich: es geht nichts über ein gutes Asado Taco!

Wir verlassen das sehr amerikanisch wirkende La Paz und fahren weiter in den Süden. Auf einer kleinen, kurvigen Bergstrasse nähern wir uns wieder der Golfküste. Hier wollen wir uns eine Unterkunft suchen, aber die vielen Amerikaner haben die Preise zerstört. Selbst vor den Restaurants stehen am Strassenrand Schilder mit Preisen in USD! So kommen wir schneller, als uns lieb ist, nach San Jose del Cabo. Hier gibt es nur noch teure Ressorts und Luxushotels. So ein Mist! In Cabo San Lucas ist es noch schlimmer und noch teurer, sagt der Reiseführer.

Endlich sehen wir ein Campingschild und auf dem staubigen Platz bauen wir unser Zelt auf – für 16 Euro pro Nacht! Dafür schlafen wir sonst im Hotel….

Berühmt ist Cabo San Lucas für einen Felsbogen, der das Ende der Baja California markiert. Hier im Hafenviertel kommen wir uns endgültig vor wie in den USA, man sieht mehr amerikanische als mexikanische Kennzeichen, denn viele Amis verbringen hier ihren Weihnachtsurlaub. Wir fliehen auf der autobahnähnlichen Strasse gen Norde und bald liegt auch La Paz hinter uns. Den Abstecher nach Süden hätten wir uns echt schenken können!

Baja California!!

Die MEX 1 führt recht langweilig nach Norden, bisher können wir noch nicht sagen, dass uns die Baja gefällt. Anfangs noch hügelig, ändert sich bald die Landschaft und wir fahren durch endlose, staubige Felder. Nach der Nacht in Ciudad Constitucion kommen endlich Kakteen in Sicht. Und die sind nicht mal klein, die Dinger! Endlich kommt Baja Feehling auf! Die letzten 50 Kilometer bis nach Loreto machen dann richtig Spass! Kakteen, Kurven, Berge und auch der Golf von Mexiko kommt wieder in Sichtweite!

Das war knapp!! ;-)

Lange suchen wir in Loreto nach einer günstigen Unterkuft, werden aber doch noch fündig. Klein, gemütlich und sehr freundliche Besitzer heissen uns willkommen. Hier in Loreto steht die älteste Kirche der Baja, gebaut in dem Jahre 1697. Das Leben hier ist ruhig und entspannt, die bunt geschmückten Palmen wiegen sich im warmen Winterwind. Dass dabei bei uns nicht so wirklich Weihnachtsstimmung aufkommt, kann sicher jeder verstehen. Die Strassen und Häuser sind sehr weihnachtlich geschmückt, auf dem kleinen Platz ist eine Krippe aufgebaut, die abends kitschig bunt beleuchtet wird. Aber so mögen es die Mexikaner!

Heiligabend in Loreto

Sassen wir letztes Jahr in Feuerland (Argentinien) zusammen mit Freunden und anderen Reisenden, so verbringen wir diesen Heiligabend allein in unserem kleinen Hotel. Im Hof steht ein kleiner, bunt blinkender Weihnachtsbaum und an allen Türen hängen Bilder von Schneemännern.

Kurz vor 22 Uhr sitzen wir in der gut gefüllten alten Missionskirche und erleben die Heilige Messe auf mexikanisch. Bei Gitarrenmusik, eine Orgel gibt es hier nicht, und Gesang legte der Pfarrer die Figur des Jesuskindes in die Krippe. Zum Abschluss wünschte der Pfarrer jedem persönlich am Kirchenportal „Feliz Navidad!“ – also frohe Weihnachten!

Loreto, die älteste Kirche auf der Baja

Am zweiten Weihnachtstag starten wir – weiter gen Norden. Und was sollen wir sagen? Die Baja gefällt uns immer besser! Riesige Kakteen säumen die gute Teerstrasse, rechts schaut man aufs tiefblaue Meer und links bauen sich die Berge auf. Das alles bei 25 Grad – wir lieben Mexiko!

Mexiko Feeling pur!

Bei Santa Rosalie verlassen wir die Golfküste und fahren wieder durch die Wüste. San Ignacio, eine wahre Oase, taucht vor uns auf. Einen bessern Platz zum übernachten hätten wir nicht finden können. Mitten in der trockenen Wüste wachsen Palmen und alles ist grün. Auf dem Dorfplatz beeindruckt uns die alte Missionskirche, ansonsten ist nichts los.

Kaum verschwindet die Oase im Rückspiegel, sind wir wieder mitten in der Wüste. Ein kräftiger, dazu auch noch eiskalter Wind bläst uns entgegen. Durch viel Nichts geht es nach Guerrero Negro, einem noch staubigeren Ort haben wir selten gesehen. In einer windgeschützten Ecke gibt’s die obligatorischen Tacos und wir stellen unsere Uhren eine Stunde zurück. Endlos geradeaus, nicht einmal Kakteen gibt es zu sehen. Doch plötzlich ändert sich die Landschaft, wir fahren durch wahre Kakteenwälder! Klasse!!!

Der lange Weg nach Norden – Unterwegs auf der MEX 1

Wir verlasen die MEX 1 und biegen nach rechts ab, die Bahia de Los Angeles ist unser Ziel. Die Fahrt dahin ist echt klasse, riesige Kakteen säumen die Strasse und auch die Bucht am Golf ist ganz nett. Der Ort selbst ist etwas herunter gekommen, aber immer noch teuer. So campen wir direkt am Meer, keine schlechte Alternative.

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